Pressestimmen

 

»The Siegfried Wagner Story« in Philadelphia — Bilderbogen am letzten Lebenstag

Anlässlich Siegfried Wagners 135. Geburtstag (2004) und 75. Todestag (2005) stellt der Wagner-Autor und Regisseur Peter P. Pachl nun das Leben Siegfried Wagners in einem Einpersonenstück dar — genau genommen in einer One-Woman-Show, die 2004 im Rahmen des »Live Arts And Fringe Festival« in Philadelphia ihre Uraufführung erlebte.

Der Titel von Peter P. Pachls Monodram »Father, have you cursed me?« (»Vater, du verfluchst mich?«) — ist der Konzertfassung von Fridolins Abschied aus Siegfried Wagners Oper »Sonnenflammen« entnommen. Geboten wird ein kaleidoskopartiger Bilderbogen am letzten Lebenstag des Komponisten im Zimmer des Bayreuther Stadtkrankenhauses, wo er sich kurz vor seinem Tod noch einmal an beglückende und erdrückende Situationen seines Lebens erinnert. Dabei verdichten sich diese Erinnerungen zu Szenen seiner Opern, während die Opernszenen zu Abschnitten seines bewegten Lebens zwischen dominanten Frauen changieren — der Mutter, den älteren Schwestern, der Ehefrau und schließlich der Krankenschwester am Totenbett. Als Gerüst dienen dem Autor auch autobiografische Texte aus einem Tagebuch Siegfried Wagners, aus Briefen an seine Freunde Werner Franz, Otto Daube und Franz Stassen, aber auch Briefe von Eva Chamberlain und Winifred Wagner, Zitate aus dem Tagebuch von Joseph Goebbels und aus einer Rezension von Maximilian Harden.

Die Sopranistin Rebecca Broberg spielt, spricht und singt dabei sämtliche Rollen des Stücks, in Philadelphia am Flügel begleitet von David Chapman, bei der deutschen Erstaufführung in Pegnitz von Günter Lang einfühlsam akkompagniert. Mit fliegenden Maskenwechseln verkörpert Broberg die Personen Siegfried, Cosima, Eva, Winifred und Friedelind Wagner — und sogar auch Adolf Hitler, den der Komponist in seiner letzten Oper als brutal-sadistischen Räuberhauptmann Wolf porträtiert hat (…) eine hellsichtige Vision Siegfried Wagners nach der Lektüre von »Mein Kampf« (…).

Der von Achim Bahr mit Krankenhausbett und Nachttisch sparsam ausgestattete, weiße Raum lebt vom Spiel der Protagonistin und ihren virtuosen Rollenwechseln. Neben den historischen schlüpft die Sängerin in die Figuren der verführten Kindfrauen, schuldig-schuldlosen Heldinnen und lasziven Verführerinnen aus Siegfried Wagners Werken.

Maria Schirn-Habicht, Festspielnachrichten Bayreuth, Juli 2005
 


 
Peter Pachl (…) he is a wonderful director and artist. Tonight is the last nite of an exciting event. Soprano Rebecca Broberg as Siegfried Wagner delivers an unbelieveable "tour de force" 90 minutes of staged action (…) solidifying the news that her voice is a force to be recognized in the Wagner repertoire in Germany.

Here the story of Siegfried Wagner, the son of the monumental German composer, Richard Wagner (…) Not to be missed (…)

Professor Martin Dillon, Musical Theatre Program, Rutger University
 


 
A marvelous voice in an extraordinarily interesting show!

New Yorker

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