Gourmet-Oper

 

Auf Anregung des damaligen Münchner General-Intendanten August Everding kreierte der Pegnitzer Gourmet-Gastronom Andreas Pflaum im Sommer 1980 in Pflaums Posthotel Pegnitz, zusammen mit dem Münchner Regisseur Peter P. Pachl, die Kunstform Gourmet-Oper.

Everding, der wie zahlreiche in Bayreuth wirkende Künstler gern bei Pflaum dinierte, hatte angemerkt, nur eines fehle der Nobel-Küche: das Theater. Schließlich hätten vor rund zweihundert Jahren an der Mailänder Scala auch Bühne und Küche gewetteifert und in jeder Pause der Oper sei ein speziell auf die Opernhandlung abgestimmter Gang eines Menüs gereicht worden.

In den biennalen Wagner-Spectacula — mit Werken des Bayreuther Meisters, die zumeist hier zum erstenmal in Szene gesetzt wurden, aber auch mit veritablen Uraufführungen lebender Autoren, wie Herbert Rosendorfer — wetteiferten nun im oberfränkischen Pegnitz Küche, Keller und Bühne miteinander, von den Brüdern Andreas und Hermann Pflaum des PPP-Hotels und dem Theaterleiter mit dem selben Stabreimkürzel »PPP« (Peter P. Pachl) zu einer Gesamtdramaturgie verwoben, die nur allzu rasch von anderen nachgeahmt wurde, beispielsweise als »Duck, Pomp and Circumstance« auf Tournee ging und als Idee bis an den Broadway vordrang.

Pegnitzer Besonderheit sind die Gänge durchs Hotel, zum jeweils nächsten Schauplatz des dramatischen Geschehens, rund um das Hotel, auf diversen (sogar auf dem Dach und auf dem Swimmingpool des Hotels errichteten) Bühnen.

Das pianopianissimo musiktheater gestaltet u. a. auch die alljährlichen Silvester-Überbrettl-Events als Gourmet-Oper, von den Kritikern bald als Gesamtkunstwerk gewertet. Zu besonderen Anlässen produziert das pianopianissimo musiktheater Gourmet-Opern auch andernorts, in exquisiten Räumlichkeiten. 

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